Bündnis 90/ Die Grünen Spandau begrüßen Pläne zum Siemens-Campus

Der Kreisverband Spandau von Bündnis 90/ Die Grünen Berlin gratuliert Siemens dazu, dass mit dem Abschluss des Wettbewerbs nun ein städtebauliches Konzept für die Neugestaltung der Siemensstadt auf dem Tisch liegt. Mit diesem Konzept ist ein großer Schritt getan, die Entwicklung der Siemensstadt 2.0 voranzubringen. Mit der Öffnung des Geländes entsteht in Spandau ein ganz neues Stadtquartier, das durch die Ansiedlung eines Forschungs-, Fach- und Gründerzentrum Spandau und ganz Berlin stärken wird und zugleich zeigt, wie zukünftig Arbeiten, Produktion und Wohnen zusammen funktionieren kann.
 
Wir wollen uns dafür einsetzen, dass die weiteren Planungen und Baumaßnahmen ein Vorbild für nachhaltige Stadtentwicklung werden. Dazu gehört z.B. das Recyceln von Baumaterial, dies könnte in einem Modellprojekt in Zusammenarbeit mit dem benachbarten OSZ Bautechnik erprobt werden. Die Dächer der Neubauten und wo möglich auch der gewerblichen Bestandsbauten sollen als Grüne Lungen und zur Erzeugung erneuerbarer Energien genutzt werden und den Menschen als Erholungs- und Freizeitflächen zur Verfügung stehen..Auch die Verkehrswende muss auf dem Gelände stattfinden, dazu gehören z.B. Mobilitätshubs, ein Radwegenetz und im Idealfall auch eine Tramtrasse. Neben fast 3000 Wohnungen werden dort auch eine Schule, Kitas, eine Galerie, ein Seniorenclub und eine Jugendfreizeiteinrichtung entstehen. Damit beweist Siemens, dass es den Wert  einer Bebauung des Gebietes  erkannt hat, welches Arbeiten, Wohnen und Freizeit verbindet (24/7 Vitalität)
 
Um dem neue Stadtquartier zu einem nachhaltigen Erfolg zu verhelfen ist es nun wichtig, in den nächsten Schritten eine echte Bürger*innenbeteiligung zu ermöglichen, die tatsächlich die Einbringung von Ideen ermöglicht und damit mehr ist als eine reine Anwohner*innen-Information.Wir fordern aber auch das Land Berlin auf, die verschiedenen neuen Stadtquartiere im Nordwesten – Insel Gartenfeld, Siemensstadt 2.0 und Urban Tech Republic Tegel/Kurt Schumacher Quartier – gemeinsam zu entwickeln, da nur so einerseits der größtmögliche Synergieeffekt erreicht wird und andererseits die zu erwartenden Verkehrsprobleme gelöst werden können

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