Mehr Lebensraum für Wildkräuter: Spandauer Grüne sehen Grünflächenamt auf gutem Weg

Der Kreisverband Spandau von Bündnis 90/Die Grünen unterstützt das Grünflächenamt auf dessen Weg, Spandaus Grünflächen so wildbienenfreundlich wie möglich zu gestalten. Grünanlagen werden in Spandau deutlich seltener als in der Vergangenheit und teilweise gestaffelt gemäht, lobt Christoph Sonnenberg-Westeson, langjähriges Mitglied der GRÜNEN Fraktion.
„Aus ökologischen Gründen werden die Wiesen nicht mehr in kurzen Abschnitten gemäht. Pflanzen erhalten so die Möglichkeit, länger zu wachsen und Blüten und Samen können heranreifen. Insekten finden dadurch mehr Nahrung. Wir als Bündnis 90 / Die Grünen begrüßen diese Maßnahmen sehr“ ergänzt Doris Christ, die für die Spandauer Grünen für die BVV kandidiert. Sie betont, dass Wildkräuterwiesen ein tolles Beispiel dafür sind, dass sich mit Umwelt- und Naturschutz auch Arbeit und Geld sparen lassen. Zudem bieten blühende Wiesen auch für uns Menschen ein schöneres Naturerlebnis.

Künftig dürften die Bemühungen des Grünflächenamtes sogar noch ausgeweitet werden. Der Senat plant, den Bezirken zusätzliche finanzielle Unterstützung für die ökologische Grünflächenpflege zur Verfügung zu stellen. „Ich wünsche mir, dass dadurch die ökologisch so sinnvollen Beweidungsprojekte wie auf Tiefwerder, am Hahneberg oder seit Kurzem im Bullengraben auf weitere Grünflächen ausgedehnt werden“, so Sonnenberg-Westeson. Ein naturschutzpolitisches Ziel sei in Spandau aber leider nicht erreicht: Laubbläser werden aus finanziellen Zwängen weiterhin eingesetzt. Bundesumweltministerium und das Bundesamt für Naturschutz empfehlen, auch in öffentlichen Grünanlagen weitgehend auf den Einsatz zu verzichten.

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